Von uns gefördert

Projekte

Portraits of Resistance

Förderung eines Dokumentarfilms über brasilianische Musikerinnen im Widerstand

Eine schwere politische und wirtschaftliche Krise hat Brasilien erschüttert und ermöglicht, dass rechtsextreme Politiker:innen die Macht übernommen haben. Nun werden Aktivisten ermordet und Minderheiten müssen um ihr Leben fürchten. Mit der Kraft ihrer Stimmen kämpfen Musikerinnen gegen Unterdrückung und für die Demokratie in ihrem Land. Mit mutigen Frauen und deren kraftvoller Musik zeigt die Initiative „Portraits of Resistance“ die Realität eines politisch geteilten Landes und den Beginn einer feministischen Revolution.

Mit der Hilfe von Unterstützer:innen der Stiftung wurden im Jahr 2019 Spenden für dieses Projekt gesammelt. Es ist geplant mit den Dreharbeiten zu beginnen, nachdem die Pandemie eingedämmt sein wird.

Hilfe für Flüchtlinge in Nordsyrien

Die Initiative der deutsch-kurdischen Ärzte in Deutschland arbeitet eng mit der Gesellschaft für bedrohte Völker in Göttingen zusammen, die mit Vertrauensleuten im kurdischen Nordsyrien kooperiert. Sie konzentriert sich auf humanitäre Hilfe direkt vor Ort. Geliefert werden Medikamente, Babynahrung und Winterkleidung für Kinder. Seit kurzem werden Spendengelder auch direkt an die Bedürftigen verteilt, da es immer schwieriger wird, Sachspenden in die Flüchtlingslager zu bringen.

Die Stiftung Vielfalt der Kulturen fördert die Deutsch-Kurdische Ärzte-Initiative in Deutschland für Nordsyrien. Im Winter 2020/21 werden Spendengelder in die Flüchtlingslager in Nordsyrien (nördlich von Afrin) gebracht, die von Hilfen weitgehend abgeschnitten sind. Bereits 2014 und 2015 hatte die Stiftung die Ärzte-Initiative mit Spendengeldern unterstützt. Damals wurden eintausend Winterstiefel für Kinder, dringend notwendige Medikamente und Babymilch für Flüchtlinge in Nordsyrien gekauft und ausgeliefert.

Initiator der Organisation ist Dr. Rassoul Faki, ein in der Nähe von Berlin praktizierender Arzt. Selbst Kurde aus Syrien, reist er mindestens einmal im Jahr auf eigene Kosten nach Nord-Syrien und informiert sich persönlich über die Verwendung der Spenden. Zugleich erfährt er, was dringend benötigt wird.

 

Projekte des Frauenvereins „Jadar“

Förderung von Projekten des Frauenvereins „Jadar“ in Konjevic Polje/ Bosnien-Herzegowina

Der Verein Jadar ist ein Frauenselbstorganisation mit fast 50 Mitgliedern aus Konjevic Polje in der Gemeinde Bratunac in der Republik Sprska (serbischer Teil Bosniens). Die Bevölkerung in Konjevic Polje lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft; die wirtschaftliche und soziale Infrastruktur sind 23 Jahre nach Kriegsende immer noch sehr schlecht. Ziel des Vereins ist es, die Lebenssituation der Rückkehrerinnen zu verbessern und eine Zukunftsperspektive für die Frauen vor Ort zu entwickeln und zu fördern. So gewährt der Verein Hilfen und Unterstützung in der Landwirtschaft und bemüht sich um die Qualifizierung seiner Mitglieder mit dem Ziel, diese zu befähigen, für ihren Lebensunterhalt sorgen zu können.

Die Stiftung Vielfalt der Kulturen hat zur Unterstützung der Arbeit des Vereins im Jahr 2017 einen Näh-Grundkurs sowie 2018 einen Aufbau-Nähkurs finanziell gefördert. Im Jahr 2019 förderte die Stiftung einen Kurs für Frauen zum Erlernen des Découpage-Handwerks. Es handelt sich dabei um die Technik des Bemalens von Schachteln, Holztabletts, Kästchen, Vasen etc.  Diese Technik ist gerade sehr beliebt in der Region und viele Frauen möchten sie erlernen, um sich damit eine zusätzliche Einnahmemöglichkeit zu verschaffen. Der Verein bietet diese Produkte auf einer Website online an.  Sowohl das Schneidern und Nähen als auch die Découpage-Technik versetzen die Frauen in die Lage, mit dem Verkauf ihrer Produkte ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Der Verein Jadar besteht seit 2008. Er ist Mitglied im „Women’s Network BiH“, einer informellen Gruppe zivilgesellschaftlicher Organisationen und Einzelpersonen, die Frauenrechte vertreten und sich für die Gleichstellung der Geschlechter, Antidiskriminierung, Entscheidungsfreiheit, Gewaltfreiheit und Antimilitarismus einsetzen. Das Netzwerk, das im Juli 2014 in Sarajewo gegründet wurde, will feministische Werte, Solidarität, Frieden, Vertrauen, Gemeinschaft, Gleichheit und Vielfalt fördern. Im Netzwerk sind Organisationen aus ganz Bosnien-Herzegovina vertreten.

 

Unterstützung der „Mütter aus Srebrenica“

Am 11. Juli 1993 eroberten serbische Milizionäre die überwiegend von Bosniern bewohnte Stadt Srebrenica. Vor den Augen der UNO wurden die männlichen Bewohner zusammengetrieben und entführt. Bis heute ist das Schicksal dieser Männer überwiegend ungeklärt, noch immer werden Massengräber gefunden, die Identifizierung der Leichen geht nur langsam voran. Für die Überlebenden – überwiegend Frauen – ist das ein schrecklicher Zustand. Mit Hilfe des bosnischen Büros der „Gesellschaft für bedrohte Völker“ haben sie sich organisiert.

Zwischen 2001 und 2014 hat die Stiftung Vielfalt der Kulturen ein Frauenprojekt der „Mütter aus Srebrenica“ in Sarajevo unterstützt. Unsere Förderung zielte zunächst auf den Aufbau eines kleinen Büros: Miete, Büroeinrichtung, Aufnahme des Betriebs, Anschaffung von Computern. Die Gründerin der Stiftung, Francoise Geiger, besuchte die Frauen mehrere Male und konnte sich davon überzeugen, dass das Geld gut eingesetzt wurde. Seit 2008 wurden Sprach- und Computerkurse angeboten.

In den Folgejahren förderte die Stiftung den Aufbau und Betrieb einer Nähstube und die Durchführung von Nähkursen. Dieses Projekt war für die Frauen besonders wichtig und hat sogar einen therapeutischen Effekt. Die Frauen treffen sich, können offen über ihre Probleme sprechen und sind sicher, dass die Gruppe sie versteht und unterstützt. Zugleich bedeutet die gemeinsame Arbeit eine finanzielle Absicherung. Die Nähkurse wurden von zwei Schneiderinnen zweimal in der Woche für je zwei Stunden angeboten. 2009 wurde eine professionelle Nähmaschine gekauft, mit der auch Leder bearbeitet werden kann. Die Nähprodukte werden in einem angemieteten kleinen Laden und auch online verkauft.

Seit einigen Jahren fördert die Stiftung Vielfalt der Kulturen in Bosnien und Herzegowina den Frauenverein Jadar in Konjevic Polje/ Republika Srpska.

Kauf Tablets für Schüler der Grundschule „Malta“ in Sarajevo

Sehr geehrte und liebe Mitglieder der Stiftung „Vielfalt der Kulturen“,

wir bedanken uns für Ihre schnelle Reaktion und Unterstützung der Schüler der Grundschule „Malta“ in Sarajevo.

Nachdem wegen der COVID 19-Pandemie auch in Bosnien und Herzegowina ab dem 12.03.2020 der regelmässige Unterricht an Grund- und Oberschulen wie auch an Universitäten eingestellt wurde, musste der Unterricht ausschliesslich in der Online-Form ausgeführt werden.

MEHR ERFAHREN

Sexualisierte Gewalt in Indien

Sexualisierte Gewalt in Indien ist inzwischen häufiger Thema in den Medien. Nur wenig bekannt ist allerdings, dass staatliche Sicherheitskräfte sexualisierte Gewalt gegen Frauen als Waffe bei internen Konflikten gezielt und systematisch einsetzen, um die Bevölkerung im Süden des Bundesstaates Chhattisgarh einzuschüchtern und zu demütigen.

Die Stiftung Vielfalt der Kulturen hat 2018 die Herausgabe eines Buches gefördert, in dem Betroffene selbst zu Wort kommen. Sie zeigen, wie sie sich trotz widrigster Umstände gegen sexualisierte Gewalt zur Wehr setzen. Die Autorinnen des Buches haben betroffene Frauen aktiv bei diesem Prozess unterstützt.

Die Veröffentlichung konnte aufgrund der Förderung in deutscher Sprache erscheinen.

Das Schweigen brechen – Sexualisierte Gewalt in Süd-Chhattisgarh
sarini (Verlag), Taschenbuch, 152 Seiten, 2018

Sexualisierte Gewalt in Indien
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